Die Stopp-Methode

Die Stopp-Methode eignet sich besonders gut gegen Gedankenkreisen. Sie kommt aus der kognitiven Verhaltenstherapie.

Das Problem

Bestimmt kennst du auch das Gefühl, wenn dir ständig etwas im Kopf herumspukt. Du kannst einfach nicht abschalten. Und du deswegen beispielsweise abends nicht einschlafen kannst. Du wirst dadurch nervös und angespannt.

Es erinnert mich an einen bösen Traum, in dem ich renne und renne und doch nicht vom Fleck komme. Kennst du das auch?

Mir ging es so, als ich 2008 meine Naturheilpraxis eröffnet hatte. Normalerweise schlafe ich wie ein Stein. Und ich neige eher zu niedrigem Blutdruck. Aber nach der Eröffnung war auf einmal alles anders. Ich konnte nachts nicht mehr durchschlafen. Mein Blutdruck ging so weit nach oben, dass ich es sogar an meinen Augen gemerkt habe. Ich sah nämlich teilweise nur noch wie durch einen Diamanten. Ich war einfach gestresst, weil ich nicht mehr abschalten konnte.

Ich musste mir also schnellstmöglich etwas einfallen lassen, um das wieder in den Griff zu bekommen.

Die Lösung

Geholfen hat mir die Stopp-Methode. Mit ihr kannst du deinem Karusell von belastenden und beängstigenden Gefühlen und Gedanken entkommen.

Wenn du zum Beispiel vorm Schlafengehen merkst, dass deine Gedanken dich wieder nicht zur Ruhe kommen lassen wollen, dann machst du folgendes:

Stelle dir zuallerst ein rotes Stoppschild vor, wie du es aus dem Straßenverkehr kennst. Sage dann zu dir selbst STOPP! Liebe Gedanken, ihr könnt gerne morgen früh um 7 Uhr wieder auf der Matte stehen. Dann nehme ich mir Zeit für euch. Aber jetzt möchte ich schlafen.

Der Effekt

Durch das innerliche STOPP hast du deine Gedanken unterbrochen. Unterstützend kannst du sie auch gerne direkt woanders hinleiten: an einen Ort, der für dich ein Symbol der Ruhe darstellt. Ich setze mich in Gedanken dann auf eine bestimmte Bank hoch auf dem Berg, mitten in der Natur. Diese Bank gibt es tatsächlich in Hinterzarten. 😉

Dies kannst du genauso gut mitten am Tag oder in der Nacht machen. Erlaube dir selbst, diese Gedanken für einen bestimmten Zeitraum auszusperren. Du verschaffst dir damit quasi eine Ruhepause.

Diese Gedanken dürfen gerne wiederkommen. Jedoch zu einem Zeitpunkt, den du bestimmst.

Je öfter du die Stopp-Methode anwendest, desto leichter wird sie dir fallen. Ich bin anscheinend ein Naturtalent: bei mir hat diese Technik sofort gewirkt.

Ich wünsche dir viel Erfolg beim Ausprobieren.

Wenn du eine noch nachhaltigere Methode lernen möchtest, dann empfehle ich dir Autogenes Training: als Wochenendkurs oder als Online-Selbstlernkurs.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen.

Liebe Grüsse, Silvia

7 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Silvia,

    cool – kannte ich so nicht 🙂
    Bei mir funktioniert in dieser Situation ja immer Autogenes Training. Die Stopp-Methode gebe ich gerne weiter und teile sie demnächst auf meiner Facebook-Seite 🙂

    Liebe Grüße
    Sandra

    • Vielen Dank, liebe Sandra. ♥
      Die Stopp-Methode hat mir schon so oft geholfen. Ich selbst bin sehr dankbar für diese Methode.
      Liebe Grüsse, Silvia

  2. Pingback: Loslassen … sich (be)frei(t) fühlen: Dein 5-Schritte-Plan

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