Methoden des heutigen Aschenputtels / Silvia Berft

Ich bin ein großer Fan von Märchen, wenn sie gut gemacht sind. Eines meiner Lieblingsmärchen ist „Drei Nüsse für Aschenbrödel“. Mein Mann hat mir sogar irgendwann die DVD zu Weihnachten geschenkt. Bei uns heißt es allerdings nicht Aschenbrödel, sondern Aschenputtel.

Irgendwann ist mir der Ausdruck „Aschenputtel-Methode“ im Internet über den Weg gelaufen. Da ich mich wie gesagt für Aschenputtel begeistere, war ich interessiert, was das denn sein mag. Also habe ich ein wenig recherchiert.

Meine erste Erkenntnis ist, dass es anscheinend nicht DIE Aschenputtel-Methode gibt. Darunter werden verschiedene Ansätze verstanden. Ich habe dir hier die in meinen Augen drei sinnvollsten zusammengestellt.

Aschenputtel als Zeitmanagerin

Eines meiner Steckenpferde ist ja das Zeitmanagement. Die Zeit wird nicht mehr, egal wie du dich drehst und wendest. Aber du kannst deine Zeit oft sinnvoller nutzen.

Du wirst täglich mit Informationen regelrecht überschüttet. Du kannst kaum noch unterscheiden, was wichtig ist und was nicht.

Dabei kann dir nun die Aschenputtel-Methode helfen: Schreibe alle Infos, Aufgaben etc. auf verschiedene Zettel. Mache dann zwei Stapel: Wichtig und unwichtig. So nach dem Motto: Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen.

Kümmere dich dann zuerst um den wichtigen Stapel. Und wenn du dann noch Zeit übrighast, kannst du dir den unwichtigen Stapel vornehmen.

Du kannst beispielsweise diese Zettel auch an einem Whiteboard oder einem Flipchart anordnen. Arbeite entweder mit Magneten oder mit Klebezetteln. Dann kannst du deine Zettel jederzeit austauschen, verschieben oder wegwerfen.

Aschenputtel als Gewohnheitstier

Bei dieser Variante geht es um deine Gewohnheiten. Es gibt bestimmt Gewohnheiten, die du gut findest. Und solche, die du dir lieber abgewöhnen würdest.

Auch hier kommen nun wieder die Zettel ins Spiel. Schreibe auch hier deine Gewohnheiten einzeln auf einen Zettel. Natürlich die guten und die schlechten. Und sortiere diese dann wieder in zwei Stapel. Auch hier finde ich ein Whiteboard oder ein Flipchart hilfreich.

Die guten Gewohnheiten möchtest du natürlich beibehalten. Ein Beispiel könnte sein: Du räumst deinen Schreibtisch immer auf.

Die schlechten Gewohnheiten möchtest du natürlich ablegen, und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. Aber hänge dir deine Zettel zuerst auf. Und dann überlege dir Strategien, wie du diese ändern kannst. Aber dies wäre dann schon der zweite Schritt.

Ein Beispiel hierzu könnte sein: Jedes Mal, wenn dir am Computer angezeigt wird, dass du eine neue Mail bekommen hast, schaust du nach. Und wirst dadurch jedes Mal aus deiner Arbeit herausgerissen. Eine ziemlich schlechte Angewohnheit. Und ein absoluter Zeiträuber.

Kleiner Tipp: Wenn du keine dringenden Mails erwartest, schalte dein Mailprogramm aus. Schaue ganz gezielt alle zwei bis drei Stunden nach, welche Mails eingegangen sind. Im Normalfall ist dies absolut ausreichend.

Aschenputtel als Unternehmerin

Hierbei wird das Märchen als Ganzes unter die Lupe genommen. Sozusagen der Beginn von Aschenputtels „Karriere“ bis hin zu ihrem „Erfolg“.

Angefangen bei der Vision, Prinzessin zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, gab es beispielsweise Kooperationspartner wie z.B. die Tauben. Diese waren gleichzeitig auch noch die Experten bzw. Spezialisten (Erbsen und Linsen).

Wenn ich bei „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ bleibe, dann waren ihre Mittel sehr begrenzt. Sie hatte ja nur drei Nüsse. Also hat sie aus ihren begrenzten Mitteln das Beste gemacht. Sie hat sie für die richtigen und wichtigen Zeitpunkte eingesetzt. Sozusagen aus einem Minimum das Maximum herausgeholt.

Die Aussicht, Prinzessin zu werden, war realistisch. Ursprünglich kam sie ja aus einem wohlhabenden Haus. Und sie war hübsch. Und trotz Rückschläge gab sie nicht auf. Ihre Stiefmutter und Stiefschwestern hatten zwar alles Mögliche gegen sie unternommen, aber zum Schluss gewann Aschenputtel.

Und am Ende wurde überprüft, ob das Ergebnis auch stimmig war. Passte der Schuh oder nicht?

 

Und plötzlich ist Aschenputtel gar keine Märchenfigur mehr, sondern eine Frau wie du und ich. 😉 Welches Aschenputtel gefällt dir am besten? Ich freue mich über einen Kommentar von dir.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.