Stress abbauen – aber wie?

In unserer heutigen Gesellschaft gibt es ganz viele Menschen, die unter Stress stehen. Besonders Menschen zwischen 40 und 59 Jahren sind davon betroffen. Dies ist die sogenannte Sandwich-Generation. Stress abbauen – das wäre hier besonders wichtig.

Gemäß der TK-Stressstudie 2016 kennen 82% der Sandwich-Generation Stresszustände. Ein Drittel bezeichnet sich sogar als häufig gestresst.

Stressauslöser bei den Frauen

Dies sind überwiegend

  • hohe Ansprüche an sich selbst,
  • die Arbeit,
  • zu viele Termine und Verpflichtungen in der Freizeit,
  • Konflikte im persönlichen sozialen Umfeld und
  • die Arbeitsbelastung im Haushalt.

Die Studie besagt, dass der eigentliche Stress sowohl bei Männern als auch bei Frauen meist darin besteht, Familie und Beruf unter einen Hut zu bringen. Bei den Männern ist der häufigste Stressauslöser mit 54 Prozent der Beruf. Bei Frauen dagegen ist es mit 48 Prozent, dass sie ihre Ansprüche an sich selbst zu hoch setzen. Und sich damit selbst unter Druck setzen.

Gehörst du auch zu diesem großen Anteil von Menschen, die ständig unter Strom stehen? Dann bist du bestimmt auch auf der Suche nach einer Lösung.

Säulen des Stressmanagements

Meiner Erfahrung nach beruht Stressbewältigung auf drei Säulen:

  • Selbstverständnis
  • Zeitmanagement und
  • Entspannungstechniken

Ich möchte dir heute einen groben Überblick über die verschiedenen Entspannungstechniken geben.

Individuelle Entspannung

Es gibt einen Unterschied zwischen Entspannung und Entspannungstechniken.

In meinen Vor-Ort-Kursen sammele ich immer gerne am Flipchart, was meine Teilnehmer denn so alles entspannt. Beziehungsweise bei was sie entspannen können.

Dies sind alles individuelle Möglichkeiten, zu entspannen. Das bedeutet: Lesen kann z.B. den einen entspannen. Der andere wiederum findet das nervig. Der hört lieber Musik.

Entspannungstechniken

Und dann gibt es die Entspannungstechniken. Diese sind wissenschaftlich erprobt und deren Wirksamkeit bewiesen. Diese werden in zwei Gruppen unterteilt:

Der Unterschied zwischen beiden ist folgendermaßen erklärbar:

  • Aktiv: Hier ist die ganze Person aktiv. Du bewegst dich auch körperlich.
  • Passiv: Hier erfolgt alles rein über deinen Geist. Dein Körper ist dabei völlig inaktiv.

Und was gehört nun zu wem?

Yoga, Qi-Gong und Tai-Chi sind klassische aktive Entspannungsverfahren.

Autogenes Training, Meditation, Fantasiereisen und Atemübungen sind passive Entspannungsverfahren. Wobei es auch hier wieder Ausnahmen gibt: Beispielsweise gibt es eine Gehmeditation. Bei dieser meditierst du im Gehen. Das bedeutet, dass hier die Bewegung noch integriert wird.

Übrigens gibt es Autogenes Training auch als Online-Selbstlernkurs: Autogenes Training

Die Progressive Muskelentspannung (PME) nach Jacobson steht dazwischen. Sie kann sowohl aktiv als auch passiv sein. Dies hat folgenden Hintergrund:

  1. In der Grundstufe wird Anspannung und Entspannung geübt. Zum Beispiel ballst du eine Faust und lässt sie dann wieder ganz bewusst locker. Hier bist du eindeutig aktiv.
  2. In der fortgeschrittenen Stufe fällt dies weg. Deine Entspannung erfolgt nur noch über die Vergegenwärtigung und das Zählen. Du bist also passiv.

Welche passt nun zu dir?

Die Einen können besser bei Bewegung abschalten. Die Anderen versinken dabei lieber in sich selbst. Manchmal ist auch eine Kombination am effektivsten.

Am besten ist es: Ausprobieren!

Du kannst aber vorab bereits verschiedene Punkte für dich klären.

Hier ein paar hilfreiche Fragen für dich:

  1. Wenn du ruhig sitzt oder liegst, ohne irgendwelche Ablenkung: Kannst du dabei entspannen?
  2. Hast du ein gutes Vorstellungsvermögen? Kannst du dir Bilder gut vor deine Augen holen?
  3. Kannst du dich gut konzentrieren? Alles andere um dich herum ausblenden?
  4. Liebst du es, dich zu bewegen? Bist aber nicht unbedingt der sportliche Typ?
  5. Kannst du deine Gedanken ganz schlecht abschalten?
  6. Macht es dich nervös, wenn du ruhig sitzen oder liegenbleiben sollst?

Wenn du überwiegend die ersten drei Fragen mit „JA“ beantwortet hast, tendierst du eher zu den passiven Entspannungstechniken.

Wenn du überwiegend die letzten drei Fragen mit „JA“ beantwortet hast, tendierst du eher zu den aktiven Entspannungstechniken.

Weitere hilfreiche Infos zu den Unterschieden zwischen Autogenem Training und Progressiver Muskelentspannung findest du in meinem Blogartikel „2 Entspannungstechniken im Vergleich

Wohin tendierst du eher? Schreibe hier gerne einen Kommentar! Ich freu mich darauf!

Liebe Grüsse, Silvia

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