Warum Gemüsesuppe dir gut tut

Ich bin ein leidenschaftlicher Fan von Gemüsesuppe. Im Prinzip esse ich sie so gut wie jeden Tag. Oft sogar zweimal am Tag.

Wenn ich gefragt werde, was ich am liebsten esse, dann antworte ich meistens mit „Gemüsesuppe“. Aber das ist nicht das Gleiche wie mein Lieblingsgericht. Diese zwei Begrifflichkeiten trenne ich strikt.

Was ich am liebsten esse: Damit ist gemeint, was ich die ganze Woche über gerne esse. Unter meinem Lieblingsgericht dagegen verstehe ich das, was es nicht so oft gibt. Und was auch eigentlich gar nicht so gesund ist. Ich bin zum Beispiel ein leidenschaftlicher Pasta-Fan, aber das gibt es bei uns nicht so oft. Das liegt an den Kohlenhydraten, denn ich als Hashimoto-Patient vertrage nicht allzu viel davon.

Aus was besteht meine Gemüsesuppe?

Ich habe ein Grundrezept, dass ich beliebig abwandeln kann. Dieses Rezept ist eigentlich aus dem Thermomix, kann aber natürlich auch in jedem anderen Topf gekocht werden.

Basisrezept:

  • 300g Kartoffeln
  • 1 Zwiebel
  • 1 Knoblauchzehe
  • 400g Gemüse, beliebig
  • 1 Tomate
  • 300-500ml Wasser (individuell)
  • Gemüsebrühe, Pfeffer, Curry, Kurkuma, Chilipulver (Gewürze sind individuell)
  • 20g Oliven- oder Rapsöl

In der Regel habe ich also ein veganes Gericht.

Zu bestimmten Gemüsearten passen aber sehr gut noch Speckwürfel dazu. Diese brate ich vorher in einem Topf an und gebe sie vor dem pürieren zu der Suppe dazu.

Statt Öl kannst du beispielsweise auch etwas Schmand oder Frischkäse dazugeben.

Natürlich habe ich auch noch andere Suppenrezepte, die ich gerne mal ausprobiere. Freundinnen hatten mir vor Jahren einen Ordner mit Suppenrezepten zusammengestellt. Vorne stand groß drauf: Silvia – die Königin der Suppen. Das fand ich total süß.

Schnell zubereitet

Gemüsesuppe zuzubereiten ist kinderleicht. Und im Thermomix sowieso. Das Praktische am Thermomix ist, dass du nicht dabei sein musst. Du musst beispielsweise nicht umrühren. Stell dir vor, du würdest eine Kartoffelsuppe auf dem Herd kochen. Dann müsstest du dabeibleiben und ständig umrühren. Das macht der Thermomix ganz alleine.

Alternativ finde ich auch den „Pseudo-Thermomix“ von Aldi oder Lidl gut. Anfangs hatten wir zum Testen einen von Lidl. Ich hatte vorher schon zwei Jahre lang versucht, meinen Mann davon zu überzeugen, dass wir einen Thermomix brauchen. Aber er fand ihn einfach zu teuer. Also gab es dann den vom Lidl. Der war auch ganz okay. Als wir dann aber zusammen auf einer Thermomix-Vorführung waren, war mein Mann so davon überzeugt, dass wir nun auch endlich einen bekamen. Bei uns ist er jeden Tag im Einsatz. Und mal ganz ehrlich: Eigentlich benutzt ihn mein Mann viel mehr als ich.

Ich sage dazu immer: Der Thermomix ist männer- und kinderfreundlich. Sozusagen idiotensicher, aber das hast du jetzt nicht gelesen. 😉 Übrigens verkaufe ich keinen Thermomix. Ich finde ihn halt einfach nur klasse.

Aber wie bereits oben erwähnt, wenn du keinen Thermomix magst, ist natürlich auch jeder andere Topf geeignet. Du musst dann halt nur dabeibleiben und ab und zu umrühren.

Extra-Tipps

Tipp 1: Wenn ich beispielsweise etwas am Herd koche, wo ich drauf achten muss, dann höre ich währenddessen mir einen Podcast an. Diese zwei Sachen kann ich dann super miteinander verbinden.

Tipp 2: Wenn du keine Lust hast, Gemüse zu schnippeln, dann hol dir doch eine Packung tiefgefrorenes im Supermarkt. Dann bist du sogar noch schneller fertig.

Tipp 3: Ich friere auch sehr gerne fertige Gemüsesuppe ein. Wenn es zeitlich mal wieder bei mir eng ist, dann gebe ich die gefrorene Suppe einfach in einen Topf und erwärme sie dann auf dem Herd bei schwacher Hitze.

Beilage oder eigenständig

Ich spiele gerne mit der Wassermenge, die ich dazugebe. Wenn ich eine richtige Suppe möchte, dann gebe ich die angegeben Höchstmenge an Wasser dazu.

Wenn ich es eher Püree mäßig möchte, dann reduziere ich einfach die Wassermenge. Dann kann ich es auch super als Beilage verwenden. Kombiniert mit Fleisch oder Fisch finde ich es absolut super. Da brauche ich sonst nichts mehr dazu.

Wenn ich es als reine Suppe esse, gebe ich gerne geröstete Sonnenblumenkerne dazu. Auch getrockneten Bärlauch als Deko mag ich sehr gerne.

Meine erste Mahlzeit am Tag ist oft zwei Rühreier mit Suppe. Nur die Suppe würde mich persönlich nicht satt machen, aber in Kombination mit den Eiern ist es absolut super. Eier enthalten viel Eiweiß und sättigen somit über einen längeren Zeitraum.

Püriertes in rauen Mengen

Stell dir vor, du würdest dir 200g gekochtes Gemüse in Stücken auf deinen Teller legen. Das wäre eine unwahrscheinlich große Menge. Zumindest hätte es den Anschein. Wahrscheinlich würde es dir doch etwas schwerfallen, das alles zu essen.

Jetzt stell dir diese 200g püriert vor. Für das Auge ist es nur noch maximal ein Drittel seiner vorherigen Menge. Deswegen fällt es auch viel leichter, mehr davon zu essen. Eine Gemüsesuppe gemäß o.g. Rezept ergibt für mich drei Portionen. Mehr ist es nicht. Aber wie gesagt, das liegt nur daran, dass es püriert ist und mir dadurch weniger vorkommt.

Ich gehe auch davon aus, dass dies mit ein Grund ist, warum es in Seniorenheimen oft Püriertes gibt. Nicht nur, weil es nicht gekaut werden muss. Nein, weil die Senioren dann auch mehr Gesundes essen. Zumindest ist das meine Meinung.

Ich finde auch ganz lustig, dass ich jedes Gemüse in der Suppe essen kann. Ich mag beispielsweise überhaupt keinen Rosenkohl. Dieser geht völlig gegen mich. Aber in Kombination mit anderen Gemüsesorten und auch noch püriert kann ich ihn wunderbar essen. Ich mag dieses Ineinanderfließen von verschiedenen Geschmacksrichtungen. Manche schmecken lieber die einzelnen Komponenten. Ich nicht.

Du hast auch die Möglichkeit, von der Konsistenz her zu variieren: Du kannst deine Suppe entweder ganz fein oder eher grob pürieren.

Wenig Kalorien

Gemüsesuppe eignet sich wunderbar zur Gewichtserhaltung oder zum Abnehmen. Das liegt daran, dass eine Gemüsesuppe normalerweise relativ wenig Kalorien hat.

Die Kalorien ergeben sich beispielsweise, wenn du Speck, Schmand, Sahne oder Frischkäse dazugibst. Oder wenn du zu deiner Suppe noch etwas Kalorienreiches dazu isst wie beispielsweise Fleischwurst. Denn Wurst enthält in der Regel relativ viele versteckte Fette.

Auflistung Kalorien

Hier mal eine kleine Auflistung von Kalorien pro 100g:

Es gibt aber auch Gemüse, welches relativ reich an Kalorien ist. Aber davon gibt es nicht viele. Dazu gehören beispielsweise Maronen mit 190kcal pro 100g.

Als Ergänzung zum Rezept hier noch die Kalorien der Kartoffeln: 100g gekochte Kartoffeln kommen auf 70kcal.

Manchmal gebe ich auch rote Linsen dazu. Diese kommen bei 100g sogar auf 317kcal. Aber natürlich nehme ich keine so große Menge. Ich schätze eher maximal 20g. Im Vergleich zu den anderen Gemüsesorten sind diese relativ eiweißhaltig. Aber sie enthalten auch viele Kohlenhydrate.

Manchmal esse ich als Nachtisch noch etwas Schokolade. Du solltest dir jedoch bewusst sein, dass es ein Genussmittel ist. Und als solches solltest du es auch behandeln. Gönne dir also lieber eine kleine Menge und genieße sie ganz bewusst.

Da auf Schokolade auch oft bei Stress zurückgegriffen wird, habe ich hierzu einen Blogartikel geschrieben: „Schoki als Stresslöscher?

Regional und saisonal

Wenn du die Zutaten für deine Gemüsesuppe kaufst, kannst du auch auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz achten. Du musst dabei nur folgenden Grundsatz beachten: Kaufe regional und saisonal. Das bedeutet ganz einfach: Keine frischen Erdbeeren im Winter.

Achte darauf, was zu welcher Jahreszeit in deinem Garten wachsen würde. Ich kaufe beispielsweise fast keine Produkte, die aus Ägypten, Chile, Mittel- oder Südamerika kommen. Die einzige Ausnahme bei uns sind Bananen. Ich selbst mag sie nicht so sehr, aber wir holen sie immer für unsere Hunde. Ich bevorzuge in der Regel heimische Sorten und solche aus den angrenzenden Ländern.

Tipp 4: Lege dir einen Saisonkalender für Obst, Gemüse und Salat zu. Den kannst du dir ganz einfach aus dem Internet herunterladen.

Gemüse sorgt für einen basischen Haushalt

Etwa 80% der heutigen Europäer sind übersäuert. Deswegen ist es nicht weiter verwunderlich, dass verschiedene Krankheitsbilder dadurch entstehen. Um der Übersäuerung entgegen zu wirken, greifen viele Menschen zu Basenpulver. Besser wäre es jedoch, die Ernährung entsprechend zu ändern. Denn Basenpulver alleine können das Übersäuerungsproblem nicht lösen.

Tipp 5: Anhand einiger Urinteststreifen kannst du ganz leicht feststellen, ob und inwieweit du übersäuert bist.

Deine tägliche Ernährung sollte aus 80% basenbildenden und zu 20% aus säurebildenden Lebensmitteln bestehen.

Basenbildende Lebensmittel sind Gemüse, Salate und Obst. Alles andere ist säurebildend. Besonders stark säurebildend sind beispielsweise alle Produkte aus Weißmehl und Industriezucker.

Wenn du gerne Salate und Rohkost isst, solltest du dies optimalerweise mittags machen. Zu dieser Zeit kann dein Körper sie am besten verdauen.

Wenn du zusätzlich noch eine warme Speise essen möchtest, dann iss deinen Salat und deine Rohkost immer davor. Diese regen nämlich deine Verdauung an. Außerdem aktivieren sie wichtige Enzyme. Selbstverständlich kannst du auch nur eine warme Speise wie beispielsweise eine Suppe essen.

Fazit: Eine Gemüsesuppe ist schnell zubereitet, schmeckt lecker und ist dazu auch noch gesund.

Ich wünsche dir viel Spaß beim Suppe kochen. Über einen Kommentar von dir würde ich mich sehr freuen.

Liebe Grüsse, Silvia

PS: Kennst du schon meine FacebookgruppeTschüss Stress“ für berufstätige Frauen 40+? Wenn du gemeinsam mit uns Spaß haben möchtest und gerne Tipps für ein entspanntes Leben haben möchtest: komm zu uns in die Gruppe. Ich freue mich auf dich.

3 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Danke für dieses Basisrezept! Ich liebe Suppe und werde es diese Woche direkt ausprobieren! 😊 In meinem Kühlschrank liegen noch Zucchini, die sich perfekt eignen.

    • Kristina, da geht es dir wie mir, denn ich liebe ja auch Suppen. Und Zucchini eignet sich für dieses Rezept sehr gut. Da Zucchini sehr wasserhaltig ist, würde ich die zugeführte Wassermenge etwas reduzieren, wenn die Suppe etwas dickflüssiger sein soll.
      Liebe Grüsse, Silvia

  2. Pingback: Ernährung bei Stress: Was dir zu einer optimalen Ernährung verhilft

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