Stärke deine Stärken

Heute habe ich nochmal ein Thema aufgegriffen, welches mir sehr wichtig ist. Es geht um den Unterschied zwischen deinen Schwächen und deinen Stärken.

Deine Schwächen kennen

Bestimmt weißt du genau, was deine Schwächen sind. Wahrscheinlich sind sie dir auch schon hundertmal vor die Nase gehalten worden. Das könnte besser sein …, dies könnte schöner sein …, darum müsstest du dich mehr kümmern, du müsstest dich halt ein bisschen mehr anstrengen … und so weiter.

Meistens beginnt es ja schon in der Schule. Ich selbst kann mich leider nicht weiter zurückerinnern. Vielleicht geht es dir ja ähnlich. In der Schule wurde mir bereits gesagt, wie schlecht ich im Zeichnen sei. Ich bekam dort immer nur mittelmäßige bis schlechte Noten. Ich musste mich immer sehr anstrengen, aber wirklich gefruchtet hat es nicht. Für mich war die Unterrichtsstunde „Kunst“ nicht wirklich schön. Nicht, dass mir das Fach Kunst an für sich nicht gefallen hätte. Nein, es lag an der Bewertung.

Ich weiß noch, dass wir mal Besuch von einem Freund meines Vaters hatten. Der hatte dann ganz stolz erzählt, was seine Tochter alles malen könne. Sie war ein paar Jahre jünger als ich. Was habe ich gemacht? Ich habe mich hingesetzt und habe in meiner Not bestimmt hundertmal ein Schwein gezeichnet. Danach konnte ich es. Aber halt auch nur ein Schwein. Manches kannst du lernen, aber manches wurde dir auch einfach in die Wiege gelegt.

In meinen Augen macht es keinen Sinn, etwas erzwingen zu wollen. Malen ist nicht mein Talent. Ich kann es für mich machen zum Vergnügen. Aber um dies zu erkennen habe ich Jahrzehnte gebraucht. Heute ertappe ich mich immer öfters dabei, dass ich etwas skizziere. Nicht wirklich schön, aber es ist erkennbar und vor allem beruhigt es mich.

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Deine Stärken kennen

Aber nun zu deinen Stärken. Es macht doch deutlich mehr Sinn, die Sache, in der du sowieso gut bist, zu verfeinern. Deine Begabung quasi herauszuarbeiten. Übrigens war ich auch nie gut in Sport. Da war ich meist die Vorletzte. Das war so ähnlich wie mit dem Malen. Trotzdem mache ich auch dies gerne. Ab und zu gehe ich auch gerne Schwimmen. Ich bin sooooo langsam. Aber mich stört es nicht. Wer langsam schwimmt kommt auch ans Ziel. Uii, jetzt bin ich wieder etwas abgeschweift. Also zurück zu den Stärken. 😉

Befrage deine Vergangenheit

Wenn du gedanklich zurück in deine Vergangenheit gehst, überlege dir:

  • Was hast du besonders gerne gemacht?
  • Worin warst du besonders gut?
  • Wofür wurdest du gelobt beziehungsweise hast du gute Noten kassiert?

Bei mir ist das ziemlich einfach: Ich habe schon immer wahnsinnig viel gelesen und geschrieben. Als Kind bin ich jede Woche in die Bücherei gegangen und habe mir Bücher ausgeliehen. Oft war es gleich ein ganzer Stapel voll. Und es wurde mit der Zeit immer schwieriger, Bücher zu finden, die ich noch nicht gelesen hatte. Und zu allen Festen bekam ich Bücher geschenkt. Ich kann mich noch gut dran erinnern, wenn wir an Weihnachten Besuch hatten und ich mich partout nicht dazusetzen wollte, da ich bereits ganz vertieft in mein neues Buch war.

Ich vermute mal, das Lesen und Schreiben sehr eng beieinander liegen. So gerne wie ich gelesen habe, so gerne habe ich auch geschrieben.

Bereits in der Grundschule hatte ich kleine Geschichten geschrieben. Ich hatte sie auch viele Jahre aufgehoben. Keine Ahnung, ob ich sie immer noch habe. Kann sein, dass sie in irgendeinem Schrank untergetaucht sind.

Außerdem hatte ich massig Tagebücher geschrieben. Ich kann mich noch gut an mein erstes und mein letztes erinnern. Das erste war DIN A6 mit einem flexiblen hellbraunen Einband. Das war megaschnell vollgeschrieben. Danach kamen diverse andere Formate. Mein letztes hatte DIN A4 Höhe, war aber nicht ganz so breit. Es war Hardcover und bunt, mit der Hauptfarbe Blau. Wenn ich es noch richtig weiß, habe ich es nie vollgeschrieben. Irgendwann hatte ich damit aufgehört.

Ich könnte dir noch mehr solcher Stories erzählen über Brieffreundinnen, Artikel für die Schülerzeitung und so weiter. Aber ich denke, ich habe genug über die Stärke „Schreiben“ geschrieben. 😉

Deine persönliche Stärke

Was also war nun deine Stärke?

Wenn du erkannt hast, was es war: wie ist es heute damit?

Hast du dich auf diese Stärke konzentriert und sie weiter ausgebaut?

Wenn ja, was hast du daraus gemacht?

Oder bist du ganz davon abgekommen?

Wenn ja, fehlt sie dir? Hättest du sie gerne zurück in deinem Leben?

Tue mir und dir den Gefallen und denke nochmal gründlich nach: Wie war es damals, wie ist es heute?

Ich hoffe, dass du deine Stärken erkannt hast und in ihnen ruhst.

♥ ♥ ♥

Wenn du diesen Artikel als hilfreich empfindest, würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen.

Liebe Grüsse, Silvia

2 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Liebe Silvia, ich danke dir für diesen motivierenden Artikel, der mir grade echt Impulse geliefert hat, und ein paar Erinnerungen. Tatsächlich habe ich als Pubertierende total gerne geschrieben (Liebesromane und Science fiction 🙂 ) und das Schreiben macht mir auch heute noch großen Spaß – wenn ich mal den 1. Satz habe. Ein Buchprojekt schiebe ich schon Jahre vor mir her. In der Schule waren Deutsch, Englisch und Maschineschreiben meine 1er-Noten-Fächer *lach*. Viele Menschen sagen mir immer wieder, ich solle SCHREIBEN. Ja, sollte ich wirklich mehr machen. Weil es Spaß macht. Und weil es eine -ausbaufähige- Stärke von mir ist.

    Herzliche Grüße
    Corinna

    • Liebe Corinna,
      ich danke dir für deine wundervollen Worte. JA, schreibe. Wenn es von Herzen kommt, kann es nur gut werden.
      Liebe Grüsse, Silvia ♥

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