Warum ich so gerne seufze

Warum ich so gerne seufze? Dazu muss ich erst mal ein bisschen ausholen.

Meine erste Yogaausbildung fand in einer relativ kleinen Gruppe statt. Wir waren zwischen sechs und acht Schüler, was ich als sehr angenehm empfand.

Der Unterricht wurde sowohl von der Ausbilderin gestaltet als auch von den Schülern selbst. Ich war völlig begeistert von meiner Yogaausbilderin, denn sie erklärte alles sehr genau. Was mich aber total von ihr überzeugt hatte war ihre wundervolle Rhetorik. Für diese intensive Schulung bin ich ihr heute noch dankbar.

Meine Yoga-Webseite findest du übrigens hier: Silber-Yoga

Immer dieses Geseufze …

Was mich aber völlig irritiert hatte, war dieses Geseufze. Denn eigentlich verbindet man ja mit Seufzen oft das Gefühl von Kummer, Unglück oder genervt sein. Aber das ist gar nicht so. Viele seufzen auch bei Glück. Zufriedenheit und natürlich bei Entspannung. Wobei wir dann wieder beim Yoga sind.

Nach bestimmten Yoga-Übungen begann sie zu seufzen und lud uns ein, dies auch zu tun. Viele meiner Mitschüler liesen sich darauf ein. Ich fand es sehr verwirrend. Und das war so absolut überhaupt nicht mein Ding. Vor anderen seufzen? Das ging für mich ja wohl überhaupt nicht. Ich fand das einfach nur doof.

Geseufze doch nicht so schlecht?

Mit den Jahren habe ich dann gelernt, was sie uns so Wertvolles beibringen wollte. Ein Seufzen tut soooo gut. Und auch ich kann inzwischen aus vollem Herzen seufzen. Manchmal auch einfach, wenn ich im Wald spazieren gehe.

Mit einem Seufzen kann ich Dinge loslassen, die ich loslassen möchte. Ich verschaffe mir sozusagen Luft. Nach einem Seufzen fühle ich mich irgendwie leichter. Ich kann sowohl meine Sorgen loslassen als auch beispielsweise überschüssige Energie. Du kannst damit also Druck jeglicher Art abbauen.

Interessanterweise ist ein Seufzer auch gut für die Atmung. Denn durch einen tiefen Seufzer werden Lungebereiche belüftet, die wir mit normaler Atmung gar nicht erreichen können.

Leseempfehlung: Atme dich frei

Leseempfehlung: Loslassen … sich (be)frei(t) fühlen

Seufzen kannst du lernen

In meinen Entspannungskursen merke ich immer wieder, dass es vielen Teilnehmern auch schwerfällt zu seufzen. Wahrscheinlich denken sie das Gleiche wie ich damals. Aber aus Erfahrung weiß ich ja, dass manche Dinge einfach ihre Zeit brauchen.

Und es gibt auch ebensolche Teilnehmer wie ich damals Mitschüler hatte: Auch sie lassen sich direkt darauf ein. Und dann freue ich mich jedes Mal.

Einfach ausprobieren

Probiere auch du es mal mit Seufzen. Einfach, wenn dir danach ist. Oder wenn es gerade mal wieder stressig ist. Oder du verärgert bist.

Du wirst merken, wie wundervoll ein Seufzer sein kann. Und dass sich dadurch in Sekundenschnelle so manches verändern kann.

Ich würde mich freuen, wenn du mir von deinen persönlichen Erfahrungen berichtest.

Liebe Grüsse, Silvia

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