Die Schweizer-Käse-Methode

Die Schweizer-Käse-Methode: Nein, sie hat nichts mit Essen zu tun – obwohl ich sehr gerne Käse esse.

Aufschieberitis

Bei der Schweizer-Käse-Methode geht es darum, ständiges Aufschieben zu vermeiden. Du hast bestimmt auch eine Aufgabe, oder sogar mehrere, die du ständig vor dir herschiebst. Vielleicht hast du keine Lust dazu, traust dich nicht richtig ran oder bist einfach von dem ganzen Aufwand im Vorneherein schon erschlagen. Ausreden hast du bestimmt immer parat – so ging es mir zumindest. Sätze wie

  • „Heute habe ich gar keine Zeit dafür, das mache ich morgen.“
  • „Ich habe doch noch genug Zeit, das kann noch etwas warten.“
  • „Wenn ich keine Lust habe, brauche ich erst gar nicht anzufangen. Das wird ja dann eh nichts.“
  • „Morgen klappt es bestimmt viel besser.“

waren dann gang und gäbe.

Lies dazu auch gerne meinen Blogartikel „Aufschieberitis – schlimm?

Spuk im Kopf

Kommen dir diese Sätze auch bekannt vor? Und das Unangenehme dabei ist, dass dir dann genau diese Sachen, die du erledigen müsstest, aber nicht in Angriff nehmen möchtest, ständig in deinem Kopf herumspuken. Dadurch ist dein Kopf nicht mehr frei für Neues.

Vielleicht machst du dir auch Vorwürfe, dass du dich nicht endlich der Sache annimmst. Und damit blockierst du deine Energie.

Die Lösung

Ich habe inzwischen für mich ein System entdeckt, das sehr gut funktioniert, nämlich die Schweizer-Käse-Methode.

Ich habe sehr viele verschiedene Aufgaben, die am Laptop erledigt werden müssen. Kleine, als auch große Aufgaben bzw. Projekte. Die kleinen mache ich immer mal zwischendurch, bei den größeren gehe ich inzwischen folgendermaßen vor:

Ich nehme mir eine bestimmte Zeitspanne, z.B. 30 Minuten, an denen ich konkret an dieser einen Aufgabe arbeite. Manchmal schreibe ich auch einfach nur so runter, egal, was mir gerade einfällt. Und während dem Schreiben komme ich dann meistens in meinen Fluss und kann einen Teil dieses Projektes tatsächlich abarbeiten. Das bedeutet, ich stückele mein Projekt in kleine Stücke bzw. mache kleine Löcher in meinen Käse. Dabei habe ich dann das gute Gefühl, dass ich etwas bewegt habe und ich mit meiner Aufgabe, meinem Projekt, vorwärtskomme.

Und so kann ich das gleichzeitig mit mehreren verschiedenen Projekten machen.

Positives Ergebnis

Die Folge davon ist, dass ich hinterher mehr Energie habe und meine Neigung zum Aufschieben überwinden konnte, was natürlich auch ein tolles Erfolgserlebnis für mich ist und mich motiviert, weiter zu machen. Außerdem komme ich so dem Gesamtziel immer näher.

Egal, welche Aufgabe oder Projekt, du vor dir hinschiebst – fange damit an, kleine Löcher hineinzubohren, es Stück für Stück aufzutrudeln.

Beim Auftrudeln von größeren Projekten kann dir auch eine Mindmap helfen. Lies dazu gerne meinen Blogartikel „Mit Mindmaps stressfrei strukturieren und organisieren„.

Löcher im Haushalt

Ein kleines Beispiel aus dem Haushalt, was du bestimmt auch kennst. Die Wohnung müsste mal wieder geputzt werden und du hast absolut keine Lust dazu, da du genau weißt, dass du dann die nächsten drei Stunden damit beschäftigt bist. Du könntest ja aber auch sagen, ich wische jetzt im Bad den Boden. Ein Loch im Käse. Ein Tag später kannst du den Küchenboden wischen. Wieder ein Loch im Käse. Am nächsten Tag wird Wäsche gewaschen. Wieder ein Loch im Käse. Und weil es so gut gelaufen ist, kannst du gleich noch die Fenster putzen. Wieder ein Loch im Käse. Und so wird der Käse immer mehr ausgehöhlt und du kannst immer mehr erledigen.

Das einzige Problem bei diesem Beispiel ist, dass das Wischen und Putzen immer wieder von vorne beginnt. 😉 Aber ich denke, du weißt, was ich meine.

Zum Abschluss noch einen Spruch für dich von Marie von Ebner-Eschenbach:

„Müde macht uns die Arbeit, die wir liegen lassen, nicht die, die wir tun.“

Viel Spaß beim Löcher bohren!

Liebe Grüsse, Silvia

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