10 Wohlfühltipps für dein Büro

Wenn du dich an deinem Arbeitsplatz wohlfühlst, bist du produktiver. Dabei ist es egal, ob es sich um dein Büro oder um dein Homeoffice handelt.

Positiv Stimmer

Es gibt Dinge, die du im Zusammenhang mit deiner Arbeit als angenehm empfindest: Du hast beispielsweise flexible Arbeitszeiten. Oder du bekommst regelmäßig eine Gehaltserhöhung. Oder du hast das Glück, einen geduldigen Chef, engagierte Kollegen und freundliche Kunden zu haben. All diese tragen dazu bei, dass du gerne arbeiten gehst.

Optimale Ergonomie

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Ergonomie: Ist dein Arbeitstisch höhenverstellbar? Lässt sich dein Bürostuhl an deinen Körper und an deine unterschiedlichen Sitzgewohnheiten anpassen? Sind die Arbeitsmittel ergonomisch richtig angeordnet wie zum Beispiel deine Tastatur, deine Maus oder dein Telefon?

Da du an deinem Arbeitsplatz meist mehrere Stunden am Tag verbringst, sollte dieser nach Maß sein. Dies hilft dir dabei, deine Gesundheit zu erhalten. Nur so können typische Rücken-, Schulter- und Nackenschmerzen vermieden werden. Beispielsweise ist auch der richtige Abstand zu deinem Bildschirm wichtig, um deine Augen zu schonen.

Wenn all diese Dinge optimal aufeinander abgestimmt sind, dann macht auch die Arbeit Spaß.

Wohlfühlcharakter

Es gibt jedoch auch viele kleine Dinge, die deinen Wohlfühlstatus erhöhen können. Und diese hast du selbst in der Hand. Nachfolgend erfährst du, was du in deinem Arbeitsumfeld verändern kannst, damit du noch zufriedener und konzentrierter arbeiten kannst.

  1. Ergonomische Kleinhilfsmittel

Letztes Jahr bekam ich von meinen Kindern zu Weihnachten eine Handgelenkauflage für meine Tastatur und meine Maus geschenkt. Wahre Wunderdinger. Dadurch werden meine Handgelenke entlastet. Vorher waren diese schon leicht bläulich, da sie immer auf der Tischkante auflagen.

Wenn dein Bürostuhl vielleicht noch nicht dem neusten Stand entspricht und nicht ganz so optimal verstellbar ist, kann dir ein ergonomisches Sitzkissen helfen. Hier gibt es ganz viele verschiedene Varianten wie beispielsweise ein Ballkissen oder ein Keilkissen.

Einen interessanten Artikel zum Ballkissen findest du hier.

 

  1. Persönlicher Raum

Hiervon sind besonders die Großraumbüros betroffen. In manchen gibt es bereits einen Sichtschutz in Form von Stellwänden oder Paravents, um ein kleines Maß an „Privatsphäre“ zu erzeugen.

In manchen sind jedoch solche Vorrichtungen noch nicht vorhanden. Und wenn du in solch einem sitzt, hast du bestimmt manchmal auch das Gefühl, beobachtet zu werden. Dies wiederum produziert Anspannung und Stress. Dem kannst du jedoch relativ leicht Abhilfe schaffen.

Du kannst dir beispielsweise eine kleine „Wand“ aus Pflanzen machen. Oft reichen schon zwei Stück aus, die von mittlerem Wuchs und gut aufgefächert sind. Pflanzen haben außerdem auch einen positiven Einfluss auf das Büroklima. Das wirklich Gute daran ist, dass sie auch noch Staub und Giftstoffe aus der Luft herausfiltern. Und für eine gute Luftfeuchtigkeit sorgen. Und vielleicht steigert der Blick ins Grüne auch noch deine Motivation. 😉

Wenn möglich, positioniere deinen Schreibtisch außerdem so, dass du mit dem Rücken zur Wand sitzt. Dann kann sich dir von hinten niemand nähern. Auch dies sichert dir einen bestimmten Schutz deiner Privatsphäre.

 

  1. Motivationshilfen

Nicht immer läuft alles so, wie es laufen sollte. Um dann nicht in ein Loch zu fallen, gibt es kleine Motivationshilfen. Diese können ganz unterschiedlich aussehen.

Ich habe beispielsweise ein Bild von meinem Mann, von mir und von unserem Enkelkind auf dem Schreibtisch stehen. Immer, wenn ich mir dieses anschaue, muss ich lächeln. Es ist ein Bild, welches mir zeigt, wie glücklich ich mich schätzen darf.

Was ich auch sehr motivierend finde, sind coole Sprüche. Deswegen poste ich diese auch so gerne. Solch einen motivierenden Spruch kannst du dir auch ausdrucken und auf deinen Schreibtisch legen oder an die Wand kleben. Du kannst dir auch selbst einen Spruch aufschreiben, der dich beflügelt. Vielleicht noch mit einem schönen Foto dazu.

Auch ein aufgeräumter Arbeitsplatz kann die Motivation ungemein steigern. Deswegen solltest du auch deinen Schreibtisch nach Möglichkeit kurz vor Arbeitsschluss aufräumen. Denn mal ganz ehrlich: Wie fühlt es sich an, wenn du morgens an deinen Arbeitsplatz kommst und er ist übersät mit Unterlagen, die noch zu bearbeiten sind? Und wie fühlst du dich im Gegensatz dazu, wenn du morgens ankommst und dein Schreibtisch sozusagen jungfräulich aussieht? Na, was motiviert dich mehr?

 

  1. Farbe ins Büro

Farben können richtige Stimmungsaufheller sein. Da ich an mir selbst die Farbe schwarz bevorzuge, habe ich gerne alles hell und freundlich um mich herum. Meine Lieblingsfarben sind grün, orange und gelb. Dementsprechend sind auch meine Tapeten und natürlich meine Accessoires im Büro und im Seminarzentrum.

Wenn dein Büroraum eher neutral gehalten ist, kannst du Farbe mit kleinen Dingen hineinbringen. Du kannst bunte Blumentöpfe und farbige Bilder aufstellen. Kugelschreiber, Mousepad, sogar die Maus selbst kann in bunten Farben strahlen. Auch für deine Ablagefächer, deine Stiftebox sowie dein Locher und ähnliches kannst du schöne Farben auswählen. Du kannst hier richtig kreativ werden. Aber auch hier wieder beachten, was zu deinem Arbeitgeber passt, nicht dass dieser einen Farbenschock bekommt. 😉

Jede Farbe wirkt anders auf deine Psyche und deinen Körper. Ich werde dir kurz die gängigsten vorstellen:

  • Rot: Im Büro solltest du Rot nur spärlich einsetzen, da rot aggressiv macht. Aber rot steht ebenso für Liebe und Leidenschaft, Vitalität und Energie.
  • Blau: Blaue Farbe im Büro wirkt entspannend. Blau steht für die Farbe des Himmels, für Ruhe und Vertrauen, klares Denken und Kühle.
  • Gelb: Gelb steht für die Sonne, den Frohsinn und Optimismus. In gelben Räumen kannst du dich besser konzentrieren und deine Kreativität wird angeregt.
  • Grün: Grün ist die Farbe der Natur. In Räumen mit grünen Tönen fühlst du dich ruhig und sicher. Manchmal kann Zuviel Grün auch müde machen.
  • Orange: Auch Orange steht wie Gelb für Optimismus und Lebensfreude. Zusätzlich wirken orangefarbene Räume gemütlich.
  • Weiß: In Räumen ist Weiß die ideale Grundfarbe, da sie mit allem kombiniert werden kann. Zuviel Weiß kann jedoch schnell klinisch wirken.
  • Schwarz: Auch Schwarz sollte ähnlich wie Rot nur als Akzent eingesetzt werden. Denn Schwarz kann sowohl „deprimieren“ als auch elegant wirken.

Natürlich gibt es noch weitaus mehr Farbnuancen und weitere Wirkungen. Dies ist nur ein kleiner Überblick.

 

  1. Geräuschkulisse ausblenden

Lärm und andere akustische Störungen sind nicht unbedingt konzentrationsförderlich. Doch gerade in einem Großraumbüro ist dies oft nicht zu vermeiden. Manchmal sind es auch die Geräusche von außen, die stören wie beispielsweise wochenlanger Baustellenlärm.

Damit du dich dennoch wohlfühlst und du dich vor allem auch konzentrieren kannst, hilft dir Folgendes: Nimm dir einen Kopfhörer und lege dir passende Musik auf. Natürlich nicht den ganzen Tag. Aber gerade dann, wenn du dich wirklich konzentrieren musst und die Geräusche um dich herum besonders stark sind, ist dies eine gute Alternative.

Aber ist Musik am Arbeitsplatz überhaupt erlaubt? Grundsätzlich ist es laut dem Bundesarbeitsgericht (BAG) erlaubt. Aber natürlich nur, wenn es deine Arbeit nicht beeinträchtigt. Im Zweifelsfall immer den Arbeitgeber fragen.

Eine Umfrage ergab beispielsweise, dass 90 Prozent der insgesamt 1.800 Befragten Musikhören entspannend finden.

  1. Raumtemperatur

Im Sommer zu heiß, im Winter zu kalt im Büro. So sollte es natürlich nicht sein. Angestrebt ist immer frische Luft und eine angenehme Temperatur.

Dieses Jahr (2018) haben wir einen sehr heißen Sommer. Da kann es im Büro schon mal ungemütlich werden, falls keine Klimaanlage oder große Ventilatoren vorhanden sind.

Große Hitze, aber auch unangenehme Kälte, wirkt sich negativ auf die Leistungsfähigkeit und die Motivation aus. Bei starker Hitze werde ich auch gerne mal etwas schläfrig. Das hast du bestimmt auch schon am eigenen Leib erfahren.

In meinem Artikel „Hitze im Büro: Dresscode im Sommer“ findest du unter anderem auch 8 Tipps zum Abkühlen im Büro.

Übrigens, die empfohlene Raumtemperatur liegt zwischen 21 und 23 Grad.

 

  1. Licht am Arbeitsplatz

Dein Büroraum sollte möglichst viel Tageslicht hereinlassen können. Große Fenster sind hierbei optimal. Und wenn sich dahinter noch eine schöne Aussicht verbirgt – umso besser.

In dunkleren Jahreszeiten sollte der Raum gut ausgeleuchtet sein. Ich habe beispielsweise an meinem Schreibtisch noch eine zusätzliche Tischlampe befestigt. Damit kann ich zur Not auch noch das letzte Eckchen ausleuchten. 😉 Und manchmal reicht mir auch die Tischlampe, da mache ich die große Deckenleuchte erst gar nicht an.

Im Prinzip gilt: Es sollte weder zu hell noch zu dunkel sein. Bei grellem Sonnenlicht Lamellen oder Jalousien runtermachen, bei Dunkelheit Licht anmachen.

Übrigens, natürliches Sonnenlicht fördert die Ausschüttung deiner Glückshormone und motiviert dich dadurch bei deiner Arbeit.

Aber auch für die dunkleren Jahreszeiten gibt es einen Tipp: Hol dir eine Tageslichtlampe. Ich selbst habe auch eine und finde sie richtig toll. Ich mag die kalte und dunkle Jahreszeit nicht und fühle mich in ihr auch nicht wohl. Diese Lampe gaukelt meinem Gehirn vor, dass es schön hell ist. Und schon steigt meine Stimmung.

Wenn du dich schon auf die dunkle Jahreszeit vorbereiten möchtest, empfehle ich dir meinen Blogartikel „Im Novemberblues schwelgen“.

 

  1. Essen & Trinken

Dies sind zwei Faktoren, die für mein Wohlfühlen unabdingbar sind. *lach* Und das brauche ich auch immer in greifbarer Nähe.

Wenn ich morgens an meinen Schreibtisch gehe, bin ich schon vollbeladen: eine Tasse, eine Kanne Tee und ein großes Glas Apfelsaftschorle. Ich habe übrigens zwei Lieblingstassen: auf der einen ist mein Enkelkind abgebildet und die andere ist vom Frauenverein, da gefällt mir die Farbe und das Design so gut.

Die Kekse stehen auf dem Rollcontainer. Es sind meine Notfallkekse. Das heißt, falls ich zwischendurch doch unerwarteter Weise Hunger verspüre, habe ich gleich einen Zwischensnack griffbereit. Dann muss ich meine Arbeit nicht unnötig unterbrechen.

Aber um hier jedes Missverständnis auszuschließen: Diese Kekse sind nicht da, um nach Lust und Laune gefuttert zu werden. Es sind Vollkornkekse und sie sind nicht zum Naschen gedacht. 😉

Natürlich kannst du dir auch zwischendurch ein wenig Schokolade gönnen, wenn dir danach ist. Aber die Betonung liegt auf „wenig“. Warum? Das verrät dir mein Blogartikel „Schoki als Stresslöscher“.

Fazit: Sorge gut für dich. Und achte darauf, dass du an deinem Arbeitsplatz alles hast, was du brauchst, um dich gut zu fühlen.

 

  1. Entspannt im Büro

Ich erzähle dir bestimmt nichts Neues, wenn ich dir sage, dass stundenlanges Sitzen nicht gut für deinen Rücken ist. Und nicht nur für den. Es ist allgemein nicht unbedingt förderlich für deine Gesundheit.

Damit dir das lange Sitzen nichts ausmacht, solltest du dich zwischendurch immer mal wieder bewegen. Beispielsweise zum Getränkeautomaten gehen. In der Mittagspause die Treppe statt den Fahrstuhl benutzen. Zum Kollegen rübergehen anstatt anzurufen.

Und dann gibt es natürlich auch noch kleine Entspannungs- und Bewegungsübungen fürs Büro.

Hierzu empfehle ich dir meinen Emailkurs „Entspannung im Büroalltag“. Dort findest du körperliche und mentale Entspannungstipps, um gelassener deinen Büroalltag zu meistern.

Und falls du im Homeoffice arbeitest: Stell dir doch eine Übungsmatte parat. Dann kannst du beispielsweise zwischendurch auch mal ein paar Yogaübungen machen.

 

  1. Tierische Gesellschaft

Es hat sich herausgestellt, dass Hunde im Büro den Stresslevel senken. Außer natürlich, es hat jemand Angst vor Hunden. Dann sollte sehr sensibel mit dem Thema umgegangen werden.

Ich habe festgestellt, dass in immer mehr Büros beispielsweise Hunde erlaubt sind. Eine Bekannte von mir nimmt schon seit Jahren ihren Hund mit zur Arbeit. Im Gebäude steht eine Magnettafel, auf der ersichtlich ist, wer alles anwesend ist. Und das Lustige daran ist, dass sogar der Hund ein Magnetschildchen hat, so dass jeder weiß, wann er anwesend ist.

Ein weiterer Bekannter von mir arbeitet in Luxemburg. Auch er darf seinen Hund mit zur Arbeit nehmen. Da er jedoch zwei von der Sorte hat, nimmt er sie abwechselnd zur Arbeit mit. 😉

Ich selbst besitze ja auch zwei Labradore und meine Erfahrung ist, dass der erste Kontakt mit fremden Menschen ganz oft über die Hunde kommt. Denn Hunde wecken im Normalfall positive Gefühle in uns. Es entsteht automatisch ein Lächeln im Gesicht. Außerdem beruhigt Streicheln und Schmusen.

Denk einfach mal an die vielen kleinen Videos, die es inzwischen schon von Hunden gibt. Sie werden Millionenfach auf Facebook gepostet, geteilt und gelikt. Warum? Weil sie uns einfach zum schmunzeln und zum lachen bringen. Wir finden Hunde süss.

Es besteht jedoch kein Rechtsanspruch darauf, dass du deinen Hund mitbringen darfst. Wenn der Chef das Mitbringen erlaubt, trägst du die Verantwortung für dein Tier. Sinnvoll ist es, erst einmal eine Probezeit für deinen Hund zu vereinbaren. Wichtig ist auch, dass dein Hund ruhig und freundlich ist. Und sich im besten Fall auch gerne von Anderen streicheln lässt.

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Wie du siehst, gibt es ganz einfache Tricks, deinen Arbeitsplatz angenehmer zu gestalten – sei es nun im Büro oder im Homeoffice.

Ob du dir nun ergonomische Kleinhilfsmittel zulegst, für neue Farbakzente sorgst oder deinen Platz umdekorierst und -organisierst: du hast es in der Hand!

Welche Ideen hast du noch, um deinen Arbeitsplatz noch angenehmer zu gestalten?

Ich freue mich auf individuelle Vorschläge und auf verrückte Ideen.

Liebe Grüsse, Silvia

PS: Komm´ doch in meine Facebook-Gruppe „Einfach weniger Stress!“. Dort gibt es so Einiges an Input von mir zum Thema Entspannung & Stressbewältigung.

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