Wie sich Stress auf dein Leben auswirkt

Du würdest gerne erfahren, wie sich Stress auf dein Leben auswirkt?

Der Biochemiker und Mediziner Hans Selye teilte Stress in die beiden Unterbegriffe Eustress (positiver Stress) und Distress (negativer Stress) ein.

Positiver Stress spornt an

Positiver Stress wirkt sich bereichernd auf dein Leben auf. Er kann dich anspornen und dich zu Höchstleistungen bringen. Wenn du beispielsweise eine neue Aufgabe zugeteilt bekommst, die du total spannend findest, dann bist du mit viel positiver Energie dabei. Du gibst alles. Aber du empfindest es trotz großer Anstrengung als positiv. Für dich stellt es kein Problem dar, sondern eine Herausforderung.

Oder stell dir vor, du bereitest eine große Geburtstagsfeier vor. Oder du triffst Reisevorbereitungen. Das kann gegen Ende schon ein richtiger Marathon werden, bis du alles erledigt hast. Du hast tausend Sachen um die Ohren. Du rennst von Pontius bis Pilatus. Aber es macht dir Spass. Du hast Freude daran, auch wenn du unter Strom stehst. Das ist positiver Stress!

Negativer Stress steigt immer mehr

Leider überwiegt in der heutigen Zeit oft der negative Stress. Bei einem Dauerzustand gehen die positiven Effekte von Stress verloren. Stattdessen wird bei fehlender Entspannung der Stress zur Belastung und er erhöht das Gesundheitsrisiko.

In Deutschland fühlen sich bereits sechs von zehn Menschen negativ gestresst, sowohl beruflich als auch privat. 23 Prozent stufen sich sogar als häufig gestresst ein.

Stress schwächt die Gesundheit

Dauerhafter Stress wirkt sich sowohl auf die körperliche als auch auf die psychische Gesundheit aus. Die Studienergebnisse lassen erkennen, dass der Zusammenhang zwischen Stress und Gesundheitszustand sehr groß ist. Ein kleines Beispiel dazu: Wenn du dauerhaft unter Stress stehst, ist dir bestimmt auch schon mal aufgefallen, dass du oft kränklich bist. Etwas Schnupfen, etwas Husten, chronische Müdigkeit, keinen Antrieb. Das liegt daran, dass dein Stress dein Immunsystem schwächt.

Weitere Faktoren für chronische Krankheiten

Weitere Faktoren für das Entstehen von chronischen Krankheiten sind z.B. auch die Ernährung, (fehlende) Bewegung, Rauchen und Alkohol. Es kommt zu den sogenannten Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Asthma, Diabetes, Krebserkrankungen, Rückenschmerzen/Verspannungen.

Jeder Dritte ist bereits chronisch krank

Bereits 30 Prozent der 40-59 Jährigen sind wegen einer chronischen Erkrankung in regelmäßiger Behandlung.

Anteil der Befragten, die wegen einer chronischen Erkrankung in regelmäßiger Behandlung sind (eigene Darstellung). Quelle: TK-Stressstudie 2016

Doch besonders im Bereich der psychischen Gesundheit sind die Zahlen alarmierend: 53% der oft Gestressten hatten in den vergangenen drei Jahren seelische Beschwerden. Stress und psychische Gesundheit korrelieren also in hohem Maße miteinander.

Individueller Stress – gleiche Symptome

Des Weiteren wurden die Studienteilnehmer bezüglich der Art ihrer Beschwerden nach individueller Stressbelastung befragt. Nach wie vor belegen die Muskelverspannungen bzw. Rückenschmerzen Platz eins. Jedoch folgen auf Platz zwei bereits die Erschöpfung und auf Platz drei die Schlafstörungen.

Die meisten Beschwerden der Geschlechter unterscheiden sich nicht. Frauen sind jedoch von Rücken- und Kopfschmerzen häufiger betroffen als Männer, Frauen zu 60 Prozent, Männer zu 50 Prozent. Über Kopfschmerzen oder Migräne klagen 31 Prozent der Frauen, jedoch nur 20 Prozent der Männer.

Häufig oder dauerhafte Beschwerden nach individueller Stressbelastung (eigene Darstellung). Quelle: TK-Stressstudie 2016

Auch die DAK hat die wichtigsten Krankheitsarten ermittelt. Die nachfolgende Abbildung bestätigt die Daten der TK-Stressstudie 2016, dass psychische Erkrankungen inzwischen bereits Platz zwei hinter den Muskel-Skelett-Erkrankungen belegen. Der direkte Zusammenhang zwischen Stress und psychischen Erkrankungen wird auch hier wieder bestätigt.

Die wichtigsten Krankheitsarten (eigene Darstellung). Quelle: AU-Daten der DAK-Gesundheit 2016

Psychische Erkrankungen auf dem Vormarsch

Laut des DAK-Gesundheitsreports 2017 stehen bei den Frauen als wichtigste Krankheitsarten, gemessen an den AU-Tagen, die psychischen Erkrankungen mit 20,1 Prozent an erster Stelle, gefolgt von den Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 20,0 Prozent. An dritter Stelle folgen die Erkrankungen des Atmungssystems mit 15,5 Prozent.

Bei den Männern dagegen stehen die Erkrankungen des Muskel-Skelett-Systems mit 24,3 Prozent an erster Stelle, gefolgt von Erkrankungen aufgrund von Verletzungen und Vergiftungen mit 14,8 Prozent. Erst an dritter Stelle kommen hier die psychischen Erkrankungen mit 14,1 Prozent.

Du hast es in der Hand

In der Zusammenfassung bzw. Schlussfolgerung weist der DAK-Gesundheitsreport 2016 nochmals darauf hin, dass die Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen weiter gestiegen sind. Sie empfehlen daher bei der Prävention und Gesundheitsförderung den Fokus auf Maßnahmen zu legen, die die psychosozialen Belastungen wie chronischer Zeitdruck, Arbeitsunterbrechungen, Überforderung usw. abbauen.

In meinem Blogartikel „Stress abbauen – aber wie?“ findest du verschiedene Anregungen.

Präventionsmaßnahmen kannst du entweder vor Ort ergreifen oder online. Wenn du (Fahr-)Zeit und Kosten sparen möchtest, dabei noch flexibel sein möchtest, dann empfehle ich dir meine beiden Onlinekurse „Tschüss Stress“ und „Autogenes Training„.

Wenn dieser Artikel für dich hilfreich war, würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen.

Liebe Grüsse, Silvia

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