Natürliche Entgiftungskur – sanftes Detox für deinen Körper

Was ist zu beachten bei deiner Entgiftungskur?

Zeitpunkt

Eine Entgiftungskur macht am meisten Sinn im Frühjahr oder im Herbst. Sommer und Winter sind dafür weniger geeignet, da der Körper schon genug damit zu tun hat, sich auf die Hitze beziehungsweise auf die Kälte einzustellen. Deswegen sind Jahreszeiten mit milderen Temperaturen deutlich besser für eine Entgiftungskur geeignet.

Energieversorgung

Der Prozess der Entgiftung ist anstrengend und benötigt jede Menge Energie. Deswegen solltest du darauf achten, dass deinem Körper dieser Prozess auch zumutbar ist. Wenn also dein Energielevel zu gering ist, dann baue dies zuerst auf.

Das Schöne an einer Entgiftungskur ist, dass du die Intensität selbst regulieren kannst. Du kannst beispielsweise nur eine „kleine“ Entgiftungskur machen, indem du täglich drei Tassen Entgiftungstee trinkst. Das Nonplusultra, quasi das Höchste, wäre eine Fastenkur in Verbindung mit einer Entgiftungskur. Dazwischen gibt es ganz viele Nuancen.

Wasserversorgung

Während deiner Entgiftungskur ist es noch wichtiger als sonst, ausreichend zu trinken. Optimal ist natürlich Wasser, am besten ohne Kohlensäure. Wir haben hier Gott sei Dank gutes Leistungswasser zum Trinken. Auch die natürlich belassenen Teesorten sind gut geeignet.

Deine benötigte Trinkmenge kannst du dir über folgende Formel berechnen:

[Körpergewicht (kg) x 35] / 1000 = Liter Trinkflüssigkeit / Tag

Ich wiege etwa 70 kg. Das wären dann für mich circa 2,5 Liter Flüssigkeit.

Gründe zum Entgiften

Eine Entgiftungskur machst du normalerweise nicht zum Spaß, sondern du bezweckst etwas damit. Du möchtest deinen Körper entlasten, entgiften, entsäuern.

Gründe dafür sind, dass

  • die Anzahl der Giftstoffe, denen du ausgesetzt bist, immer höher wird (Zusatzstoffe, Kosmetika …).
  • die Belastung mit Umweltgiften immer mehr zunimmt (Schwermetalle, Elektrosmog …).
  • sich die Lebens- und Ernährungsgewohnheiten unserer Gesellschaft nicht unbedingt zum Besten gewandelt haben.
  • dein persönlicher Stress immer mehr zunimmt.

Symptome eines belasteten Körpers

Wenn dein Körper zu vielen Belastungen ausgesetzt ist beziehungsweise er nicht alles abbauen kann und beispielsweise übersäuert, kann es zu bestimmten Symptomen kommen:

Um die Symptome aufzulösen, ist es wichtig, die sogenannten Entgiftungskanäle zu unterstützen.  Dadurch kann das Bindegewebe wieder gereinigt werden.

In der Naturheilkunde gibt es verschiedene Möglichkeiten, den Körper beim Entgiften zu unterstützen: Fasten, Ausleitungsverfahren und verschiedene Ausscheidungskuren.

Deine sieben Entgiftungskanäle

Leber

Sie ist deine sogenannte Entgiftungsfabrik. Sie sorgt dafür, dass körperfremde Stoffe wie Alkohol und Medikamente sowie körpereigene Substanzen wie z.B. Ammoniak umgewandelt werden, damit sie ausgeschieden werden können. Ebenso kümmert sie sich um den Abbau von Hormonen wie z.B. Östrogene (wenn diese bspw. im Übermaß produziert wurden).

Sie hat natürlich noch weitere Funktionen, auf die ich an dieser Stelle jedoch nicht näher darauf eingehen möchte.

Nieren

Von der Leber werden gut wasserlösliche Abbauprodukte über den Blutkreislauf zur Niere weitergeleitet. Diese verlassen dann mit dem Urin, den deine Niere produziert, deinen Körper.

Wichtig hierbei ist, dass du immer ausreichend Wasser zu dir nimmst. Denn nur so kann die Niere optimal ihrer Funktion nachkommen.

Darm

Schlecht wasserlösliche Abbauprodukte können im Blut schlecht gelöst werden. Aus diesem Grund nimmt die Leber hier den Weg über die Gallensäure. Diese bindet die Abbauprodukte und leitet sie mit Hilfe der Gallensäure über den Gallengang in den Darm. Dieser scheidet sie dann mit dem Stuhl aus.

Auch dein Darm ist darauf angewiesen, dass du ausreichend Flüssigkeit zu dir nimmst.

Lunge

Mit Hilfe des Atmungssystems ist dein Körper in der Lage zu atmen. Die Atemwege werden in die oberen und die unteren Luftwege unterteilt. Die Lunge gehört zu den unteren.

Die Lunge hat als zentrales Organ die Aufgabe, Sauerstoff aufzunehmen und Kohlendioxid wieder auszuscheiden. Dabei werden auch Fremdkörper oder Giftstoffe mit abtransportiert.

Atemübungen können deine Lunge sehr gut unterstützen.

Lymphe

Es gibt Lymphbahnen und Lymphatische Organe wie bspw. Milz, Thymus, Mandeln, Lymphknoten.

Die Lymphbahnen sind wichtige Ausleitungswege. Sie durchziehen deinen ganzen Körper von Kopf bis Fuß. Sie sind quasi eine Alternative zu den Blutbahnen. Sie stellen ein Filtersystem dar und reinigen deinen Körper von unerwünschten Stoffwechselendprodukten, Hormonen und Fremdkörpern. Die Hauptarbeit erfolgt in den Lymphknoten.

Die gereinigte Lymphflüssigkeit wird dann wieder ins Blut abgegeben über den rechten und linken Venenwinkel (Höhe Schlüsselbein).

Haut

Die Haut ist das größte Organ deines Körpers. Beim Erwachsenen umfasst sie eine Fläche von 1,5 bis 2 m2, Gesamtgewicht zwischen 3,5 bis 10kg.

Schweißdrüsen verteilen sich über die ganze Körperoberfläche. Der Schweiß reguliert die Körpertemperatur und er scheidet Stoffwechselendprodukte aus.

Diese Ausscheidung kannst du intensivieren, indem du deinen Körper zum Schwitzen bringst. Dadurch wird dein Körper auf natürliche Art und Weise gereinigt.  Achte jedoch immer auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr.

Zum Schwitzen kommst du durch intensive sportliche Bewegung, aber auch in der Sauna und im Dampfbad.

Blut

Blut ist eine Flüssigkeit und besteht aus den Blutkörperchen (40-45%) und dem Blutplasma inklusive Gerinnungsfaktoren (55-60%).

Blut kann praktisch bei jeder Erkrankung seine Zusammensetzung ändern.

Es funktioniert als Transportmittel zwischen den einzelnen Zellen: Sauerstoff, Nährstoffe, Kohlendioxid, Stoffwechselabfallprodukte, Hormone, Arzneiwirkstoffe.

Des Weiteren hat es eine wichtige Abwehrfunktion. Es bekämpft körperfremde Partikel und Krankheitserreger. Ebenso ist es in der Lage, entartete oder infizierte körpereigene Zellen zu erkennen. 

Es sorgt durch die Wärmeregulationsfunktion dafür, dass deine Körpertemperatur immer konstant ist (36,5 Grad), dass ein Defekt deiner Gefäße mit Hilfe der Gerinnungsfaktoren abgedichtet wird und durch die Pufferfunktion, dass dein pH-Wert möglichst ausgeglichen werden kann.

Unterstützung der Leber beim Entgiften

Die Lage der Leber

Sie ist ein keilförmiges Organ und wiegt etwa 1,5 kg. Sie befindet sich im rechten Oberbauch unterhalb des Zwerchfells und hinter dem rechten Rippenbogen. Sie reicht weit nach links.

Hauptaufgaben

  • Entgiftungsfunktion
  • Bildung der Galle
  • Vielfältige Aufgaben im Eiweiß-, Kohlenhydrate- und Fettstoffwechsel: KH: Glykogenspeicher (Fasten: innerhalb 24 Stunden leer), E: stellt Eiweißkörper her. F: speichert es als Triglyzeride
  • Speicherung von Eisen und fettlöslichen Vitaminen
  • Abbau von Erythrozyten
  • Herstellung von Blutgerinnungsfaktoren
  • Blutbildung des Embryos

Der Schmerz der Leber ist die Müdigkeit.

Die Leber kann sich bis zu einem gewissen Stadium selbst regenerieren: Leberzellen wachsen nach.

Ernährungstipps

Leberwickel

Ein feuchtwarmer Leberwickel verbessert die Leberdurchblutung und hilft so bei der Entgiftung. Bei einer akuten Entzündung solltest du allerdings darauf verzichten – ebenso auf heiße Vollbäder oder die Sauna.

Wie machst du dir einen Leberwickel?

Die optimale Zeit ist mittags: Zu diesem Zeitpunkt ist die Leber am aktivsten. Oder abends vor dem Schlafengehen: dann wirkt er schlaffördernd.

Vorbereitung: Du benötigst ein mittelgroßes Leinenhandtuch (ich nehme immer ein Geschirrhandtuch), ein großes Badetuch und eine Wärmflasche.

1. Schritt: Befülle deine Wärmflasche

Fülle deine Wärmflasche flach mit heißem Wasser. Drücke die Luft vor dem Verschließen vorsichtig heraus. Optimal ist es, wenn du die Flasche nicht mit kochendem Wasser füllst, sondern das Wasser nach dem Kochen noch ein paar Minuten stehen lässt.

2. Schritt: Einwickeln in ein feuchtes Tuch

Wickele nun deine Wärmflasche in ein feuchtes (nicht nasses) Leinentuch ein.

3. Schritt: Lege sie dir auf

Mache es dir in Rückenlage bequem. Lege nun die eingewickelte Wärmflasche auf die Leber. Und zwar direkt auf die Haut. Die Leber befindet sich unterhalb deines rechten Rippenbogens.

Lege nun ein trockenes Handtuch auf den Wickel und decke dich mit einer Decke zu.

4. Schritt: Ruhen

Ruhe nun ca. 1 Stunde mit deinem Leberwickel. Eventuell schläfst du auch dabei ein. 😉

Während der Fastenzeit sollte der Leberwickel beispielsweise täglich angewandt werden. Wenn du eine Entgiftungs- bzw. Frühjahrskur durchführst, so oft wie möglich. Ansonsten kannst du dir immer mal wieder einen Leberwickel nach Bedarf machen.

Kneipp-Therapie für zuhause

Ich gebe dir einen kurzen Überblick über verschiedene Wasseranwendungen von Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 – 1897). Diese kannst du auch gut zuhause durchführen.

Kneippen ist mehr als nur Wassertreten. Kneippen ist optimal zur Vorbeugung und Heilung von Zivilisationserkrankungen unserer Zeit.

Durch die verschiedenen Anwendungen wird dein Körper abgehärtet. Dadurch wird auch deine Widerstandskraft erhöht. Bestimmte Wasseranwendungen fördern die Durchblutung. Andere wiederum dienen dagegen der wohligen Entspannung.

Bei regelmäßiger Anwendung wird dein Herz-Kreislauf-System gestärkt. Ebenso kann es bei Veneninsuffizienz, Schmerzen im Bewegungsapparat sowie Schlafstörungen, Schwitzen, kalte Füße, Einschlafen von Beinen und Armen oder Beklemmungen helfen.

Die Kneipp’schen Güsse

Sie sind leicht anwendbar und du kannst sie auch sehr gut Zuhause durchführen.

Dein Wasserstrahl sollte in etwa vergleichbar sein mit einem Strahl, der aus einer Gießkanne kommt. Der Abstand von der Schlauchmündung bis zu deiner Haut sollte etwa 10 bis 15 Zentimeter betragen. Wenn du dabei sehr frierst, solltest du deinen Guss sofort beenden.  Trockne nach dem Guss deine Haut nicht ab, sondern wisch das Wasser nur mit den Händen ab. Ziehe dir eventuell wieder etwas an (je nach Außentemperatur) und bewege dich ein bisschen, um deine Durchblutung wieder anzuregen.

1. Kniegüsse: Führe den Wasserstrahl vom rechten äußeren Sprunggelenksknöchel über die Außenseite bis zur Kniekehle. Wechsele dann auf die Innenseite und führe den Strahl abwärts zum Innenknöchel. Wechsele dann zu deinem linken Bein. Wiederhole diese Abfolge mehrmals, bis sich deine Haut leicht rötet.

Sie sind besonders zu empfehlen bei niedrigem Blutdruck, Krampfadern und wenn du deine Blutzirkulation anregen möchtest.

2. Armgüsse: Hier beginnst du bei deinem kleinen Finger. Gehe über die Außenseite hoch bis zur Schulter.  Führe dann den Strahl an der Arminnenseite bis hinunter zu deinem Daumen. Auch hier wieder so oft wiederholen, bis sich deine Haut leicht rötet.  

3. Gesichtsgüsse: Beginne an deiner rechten Schläfe und führe den Strahl über die Stirn bis zur anderen Kopfseite. Wiederhole dies noch zwei Mal. Umranden anschließend ebenso oft dein Gesicht mit dem Wasserstrahl. Atme während des Gusses ganz entspannt weiter.

Ein Gesichtsguss macht dich wieder fitter und bringt deine Gehirnzellen wieder auf Trab.

Weitere Kneipp-Anwendungen

1. Wassertreten

Das kalte Wasser sollte dir hierzu bis eine Handbreit unter das Knie reichen. Beispielsweise kannst du dafür die Badewanne nehmen oder einen anderen passenden Behälter. Trete nun auf der Stelle und hebe bei jedem Schritt einen Fuß aus dem Wasser. Diese kannst du mehrere Minuten lang machen. Besonders schön ist es natürlich draußen an einem Kneipp-Becken.

Trockne dich auch hier nicht ab, sondern streife das Wasser einfach nur mit den Händen ab und bewege dich danach ein bisschen.

Es regt deinen Kreislauf an, wirkt durchblutungsfördernd und venenkräftigend.

2. Tau laufen

Gehe drei bis fünf Minuten lang durch taufeuchtes Gras. Besonders schön ist es am frühen Morgen, direkt nach dem Aufstehen. Ich ziehe danach immer sehr gerne selbst gestrickte Socken an und laufe noch ein wenig im Haus herum.

Auch dies regt deinen Kreislauf an und wirkt durchblutungsfördernd. Und es stärkt dein Immunsystem. Außerdem hilft es bei Kopfschmerzen, Krampfadern und Fußschweiß.

3. Trockenbürsten

Durch das Bürsten wird ein mechanischer Reiz auf die Haut ausgeübt. Auch hier sollte es nur zu leichten Rötungen kommen. Achte darauf, dass es keine Kratzer oder Striemen gibt. Beginne auch hier wieder auf der rechten Seite. Bürste deinen gesamten Körper von unten nach oben kreisförmig ab, und zwar immer in Richtung Herz.

Dies wirkt sehr anregend. Deswegen solltest du es nicht vor dem Schlafen anwenden. Außerdem wirkt es auch wieder durchblutungsfördern, natürlich auch besonders auf deinen Hautstoffwechsel. Es ist besonders empfehlenswert bei Kreislaufschwankungen, kalten Händen und Füßen sowie natürlich als Unterstützung bei deiner Entgiftungskur.

4. Wechselfußbad

Für dein Wechselfußbad benötigst du zwei große Schüsseln oder Behälter. Den einen füllst du mit warmem (36–38 °C) und den anderen mit kaltem (18–20 °C) Wasser. Überprüfen kannst du das Ganze mit einem Wasserthermometer.

Beginne nun mit deinem Wechselfußbad. Mache es dir in einem Sessel oder auf einem Stuhl bequem. Tauche dann deine Füße für fünf Minuten in das warme, danach für 10 Sekunden in das kalte Wasser. Wiederhole diesen Vorgang mehrmals.

Danach wieder das Wasser abstreifen, warme Socken anziehen und etwas gehen.

Ein Wechselfußbad ist auch hilfreich bei einer beginnenden Erkältung.

5. Ansteigendes Fußbad

Dies ist meine absolute Lieblingswasseranwendung. Nimm dir dazu wieder eine große Schüssel oder ein Fußbadwanne. Befülle diese mit warmem Wasser. Stelle dann deine Füße hinein. Gieße dann immer wieder heißes Wasser nach, bis du eine Wassertemperatur von 40° C erreicht hast. Achtung! Nimm bitte deine Füße jeweils kurz heraus, wenn du heißes Wasser nachgießst.

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Es ist für mich eines der besten Mittel überhaupt bei einer beginnenden Erkältung.

Frühjahrskur mit Schüßlersalzen

Der Frühling (ebenso wie der Herbst) ist für eine Kur wie geschaffen.

Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen langsam. Dein Körper erwacht aus seinem Winterschlaf und sehnt sich danach, frisch und gestärkt den Frühling begrüßen zu können. Eine Entgiftungskur bietet sich also wunderbar an.

Ich bin ein großer Fan von Schüßlersalzen. Wir benutzen diese schon seit Anfang 2000. Bestimmte Salze gehen mir auch nie aus. Die Nummer drei nehme ich sogar grundsätzlich mit, wenn wir in Urlaub fahren.

Aber nun zur Entgiftungskur. Es gibt drei besondere Schüßlersalze, die dich bei deiner Entgiftungskur unterstützen können. Und sie machen dich wieder munter, so dass du mehr leisten kannst. Dabei unterstützen dich regelmäßige Spaziergänge an der frischen Luft.

Folgende Schüßlersalze benötigst du für deine Entgiftungskur:

  • Nr. 3 Ferrum Phosphoricum D12
  • Nr. 8 Natrium Chloratum D6
  • Nr. 9 Natrium Phosphoricum D6

Sie haben folgende Wirkungen:

Nr. 3 Ferrum Phosphoricum

  • Blutbildend
    • Abwehrstärkend
    • Baut Gifte ab
    • Allgemein aufbauend

Nr. 8 Natrium Chloratum

  • Blutbildend
    • Ausschwemmend bzw. ausleitend
    • Entgiftend

Nr. 9 Natrium Phosphoricum

  • Neutralisiert Übersäuerung
    • Entgiftend
    • Belebend
    • Stoffwechsel stärkend

Anwendung

Los geht es mit dem Schüssler-Heißgetränk

Der Startschuss ist sozusagen ein Intensiv-Heißgetränk. Du bereitest es dir im Prinzip genauso zu wie die sogenannte „Heiße 7“.

Nimm dir dazu 15-20 Minuten Zeit, damit du dein Heißgetränk in aller Ruhe genießen kannst.

Gebe nun von allen drei Schüßlersalzen jeweils drei Tabletten in eine Tasse:

Nr. 3 Ferrum Phosphoricum: 3 Tabletten

Nr. 8 Natrium Chloratum: 3 Tabletten

Nr. 9 Natrium Phosphoricum: 3 Tabletten

Gieße nun heißes Wasser in deine Tasse, bis diese voll ist. Rühre solange um, bis sich die Tabletten aufgelöst haben.
Achtung! Verwende bitte keinen Metalllöffel zum Umrühren, da dieser die Wirkung verändern könnte.

Trinke dann das Getränk in kleinen Schlucken. Du kannst es auch gerne erst etwas abkühlen lassen. Behalte die Flüssigkeit jeweils ein paar Sekunden im Mund, bevor du sie schluckst. So können bereits über die Mundschleimhaut die Stoffe aufgenommen werden.

Durch dieses Intensiv-Heißgetränk wird dein Körper gut auf die nachfolgende Kur eingestimmt.

3 Kompakt-Tage

Nach dem Intensiv-Einstieg geht es nun weiter mit den Kompakt-Tagen. Diese sind wichtig, um den Intensiv-Einstieg nochmals zu vertiefen und zu festigen.

Dazu nimmst du drei Tage lang 6-mal täglich jeweils eine Tablette:

Nr. 3 Ferrum Phosphoricum: 1 Tablette

Nr. 8 Natrium Chloratum: 1 Tablette

Nr. 9 Natrium Phosphoricum: 1 Tablette

Lass die Tabletten langsam im Munde zergehen.

Wenn dir 6 Einnahmen pro Tag zu viel sind, kannst du auch 3-mal täglich je 2 Tabletten von jedem Salz einnehmen, also jedes Mal 6 Tabletten.

Wichtig! Trinke während deiner Entgiftungs- bzw. Frühjahrskur viel frisches Wasser. Denn nur wenn dein Körper über ausreichend Flüssigkeit verfügt, kann er auch die Giftstoffe ausscheiden.

Gesamt-Kurdauer 4 – 6 Wochen

Reduziere nun nach den Kompakt-Tagen die Einnahme auf 3-mal täglich. Das heißt, du nimmst nun dreimal täglich je 1 Tablette von jedem Salz, also jedes Mal drei Tabletten.

Achte auch weiterhin darauf, ausreichend zu trinken.

Deine Kur sollte über vier bis sechs Wochen gehen.

Begleitende Maßnahmen

Die Wirkung deiner Entgiftungskur kannst du durch verschiedene Maßnahmen noch unterstützen. Einiges davon hast du bereits oben erfahren, das ein oder andere kommt noch. 😉

Entgiftungstee

Trinke täglich drei Tassen mit folgendem Tee:

  • Brennnessel-Tee
  • oder Grüner Tee
  • oder Grüner Hafertee (finde ich persönlich am besten)

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Diese Teesorten unterstützen deinen Körper dabei,  Giftstoffe auszuschwemmen sowie deinen Stoffwechsel anzuregen. Trinke den Tee ähnlich wie dein Intensiv-Heißgetränk in kleinen Schlucken.

Honigmassage

Die Honigmassage habe ich früher oft bei den Fastenkuren angewendet, um die Entgiftung zu unterstützen. Bei ihr wird anstatt mit Öl mit Honig massiert. Dies ist eine recht klebrige Angelegenheit. Ich verwende dazu nur den Rücken. Dies ist eine relativ große Fläche und gut zu bearbeiten. Gegen Ende der Massage wird es immer schwerfälliger.

Meist wird aus dem flüssigen Honig eine zähe, weiße Masse, da beispielsweise auch abgestorbene Hautschuppen damit gebunden werden. Somit kann die Haut auch wieder freier atmen.

Die Honigmassage dauert etwa 20 Minuten. Danach wird der Rücken mit lauwarmem Wasser gereinigt. Abschließend wird ein warmes Öl einmassiert.

Sie hat eine entgiftende Wirkung. Ebenso eine belebende und harmonisierende Wirkung.

TDP-Lampe

Sie wird auch die chinesische Wunderlampe genannt. Ich finde sie total klasse. Vor allem ist sie sehr vielseitig einsetzbar. Sie unterstützt mit ihren 33 Mineralien optimal deinen Körper. Ihre wohltuende Wärme wirkt schmerzlindernd und heilungsfördernd.

Durch die tief eindringende Wärme wird der Stoffwechsel im Körper angeregt. Der Transport von Sauerstoff, Nährstoffen, Antikörpern und der Abstrom von Zerfallsprodukten des Stoffwechsels werden mobilisiert. Dadurch werden deine Durchblutung und deine Zellversorgung verbessert.

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Ergänzende Tipps zu deiner Kur

Du kannst noch mehr tun, um deine Entgiftungskur zu einem vollen Erfolg zu machen.

Schlaf und Bewegung

  • Achte auf ausreichend Schlaf.

Die Schlafgewohnheiten sind unterschiedlich. Bewährt haben sich mindestens fünf Stunden bis maximal neun Stunden Schlaf. Mit einem Mittagsschlaf kannst du beispielsweise dein nächtliches Schlafdefizit etwas ausgleichen. Wenn dein Körper gut ausgeruht ist, kann er sich viel leichter regenerieren.  Denn nur gut ausgeschlafen kannst du dein volles Potential ausschöpfen.

  • Bewege dich an frischer Luft.

Bewege dich mindestens fünf Mal pro Woche an der frischen Luft. Gehe beispielsweise spazieren, radfahren, Nordic Walking, laufen, schwimmen oder mache Gartenarbeit. Bewegung an frischer Luft stärkt deine Gesundheit.

  • Mache einen Wandertag.

Gehe nach Möglichkeit einmal pro Woche den ganzen Tag in die freie Natur. Du kannst wandern oder eine Radtour machen. Du wirst sehen: das tut Körper und Seele gut.

  • Nach dem Duschen Wechselduschen.

Stelle dir nach deinem normalen Duschen mehrmals das kalte Wasser im Wechsel zum Warmwasser an. Beende die Dusche mit kaltem Wasser. Dadurch werden deine Poren wieder geschlossen und deine Gefäße enger gestellt werden. Vom Wechselduschen profitiert dein Immunsystem. Außerdem wird dein Kreislauf gestärkt.

  • Gehe in die Sauna.

Gönne dir einmal pro Woche einen Sauna-Besuch. Sauna stärkt deine Abwehrkräfte und deinen Kreislauf. Es ist eine wunderbare Gelegenheit, mal wieder so richtig zur Ruhe zu kommen.

Ernährung

  • Trinke morgens ein Glas Wasser.

Beginne deinen Tag mit einem Glas Wasser, am besten lauwarm. Das entschlackt, fördert die Verdauung und ist somit auch gut für die Figur.

  • Ernähre dich abwechslungsreich.

Eine gesunde Ernährung mit reichlich Salat und Gemüse sowie etwas Obst fördert deine Gesundheit. Reduziere nach Möglichkeit weißes Mehl und raffinierten Zucker.

  • Vermeide Genussgifte.

Vermeide oder verringere während der Kur nach Möglichkeit den Konsum von Nikotin, Alkohol und anderen Genussgiften. Genussgifte schaden deiner Gesundheit und verringern die volle Wirkung der Schüßlerkur.

3 hilfreiche Anwendungen

Ölziehen

Ölziehen hat sich bei der Entgiftungskur sehr gut bewährt. Am effektivsten ist es, wenn du es über zehn bis vierzehn Tage lang durchführst. Natürlich kannst du es auch gerne länger machen.

Wenn du es dauerhaft in deinen Alltag einbinden möchtest, dann solltest du es mindestens einmal pro Woche machen.

Das Ölziehen hat eine entgiftende und antibakterielle Wirkung. Dadurch wirkt es auch besonders positiv bei:

Wie geht Ölziehen?

  • Der optimale Zeitpunkt ist morgens direkt nach dem Aufstehen. Bitte trinke auch kein Wasser vorher, wichtig ist ein nüchterner Magen. Nun nimm einen Esslöffel hochwertiges Sesam- oder Sonnenblumenöl in deinen Mund.

Erwachsene nehmen einen Esslöffel, Kinder ab 6 Jahre einen Teelöffel.

Ein künstliches Gebiss oder ähnliches solltest du vor der Anwendung herausnehmen.

  • Das Öl bleibt für 10-15 Minuten in deinem Mund. Schiebe es hin und her, ziehe es durch deine Zähne, kaue darauf herum.

Achtung! Bitte nicht damit gurgeln, also den Kopf auch nicht in den Nacken legen. Denn du solltest auf gar keinen Fall etwas davon schlucken.

  • Desto länger das Öl in deinem Mund bewegt wird, umso dünnflüssiger wird es. Wenn die Zeit vorüber ist, spucke das Öl aus. Die Flüssigkeit sollte jetzt weißlich wie Milch sein. Sollte sie noch gelblich sein, so war die Dauer zu kurz.

Danach den Mund gründlich mit warmem Wasser ausspülen und ausspucken.

  • Jetzt kannst du dir gründlich deine Zähne putzen.

Zungenreinigung

Ich habe die Zungenreinigung inzwischen in meinen täglichen Ablauf integriert, nicht nur während der Entgiftungskur. Sie eignet sich wunderbar für die tägliche Mundhygiene. Ich führe sie nach dem Zähneputzen durch.

Wenn du Ölziehen machst, solltest du die Zungenreinigung direkt danach machen.

Für die Zungenreinigung benötigst du einen Zungenschaber. Es gibt sie in Kupfer, Edelstahl oder Plastik (Zungenreiniger Meridol). Wenn du es erstmal nur ausprobieren möchtest, kannst du auch einen kleinen Metalllöffel dafür nehmen.

Positive Auswirkungen:

  • Reduzierung bzw. Verschwinden von Mundgeruch
  • Senkung der plaquebildenden Mikroorganismen im Speichel

Wie funktioniert die Zungenreinigung?

Strecke nach dem Ölziehen bzw. dem Zähneputzen deine Zunge ganz entspannt heraus. Beginne nun mit dem Schaber an der Zungenwurzel und streiche sanft nach vorne zur Zungenspitze. Ich mache gerne einen Scherz darüber und sage: Ich bürste die Haare auf meiner Zunge. 😉

Schabe solange, bis dein Zungenschaber sauber bleibt. Zwischendurch immer wieder mit Wasser abspülen.

Wenn du fertig bist, spüle deinen Mund gründlich aus. Danach kannst du deinen Zungenschaber sauber machen und abtrocknen.

Nasenspülung

Ich muss gestehen, dass ich sie noch nie ausprobiert habe. Ich bin mehr ein Fan von Inhallieren. Aber meine Kursteilnehmer berichten mir immer wieder, wie toll es ist. Also möchte ich es dir natürlich auch nicht vorenthalten.

Bei dieser Technik wird quasi die Nasenschleimhaut gespült, so dass sich Ablagerungen wie zäher Schleim aber auch Krankheitserreger lösen und nach draußen gespült werden. Logischerweise kann sich dadurch auch wieder der Geruchssin bessern.

Optimal finde ich es beispielsweise auch für Allergiker, da es auch die Pollen und anderen „Staub“ ausspült.

Meist sind die Behälter aus Kunststoff oder Keramik. Viele haben einen Nasenaufsatz wie beispielsweise das Nasendusche Set 300ml YogaMedic.

Die Durchführung:

  • Gib einen gestrichenen Teelöffel Salz in deinen Behälter und fülle ihn etwa mit einem halben Liter lauwarmem Wasser auf.
  • Schiebe dann den Nasenaufsatz in dein freieres Nasenloch und drehe dann den Kopf langsam zur anderen Seite. Das Salzwasser fließt durch den oberen Nasengang, dann um die Nasenscheidewand herum und durch die Nebenhöhlen. Zum Schluss kommt es durch den unteren Nasengang wieder heraus. Dies machst du solange, bis der Behälter leer ist. Atme dabei ruhig durch deinen Mund ein und aus.
  • Putze danach gründlich deine Nase.  Fülle dann das Salzwasser wieder auf. Lass es nun durch das andere Nasenloch strömen, das inzwischen vielleicht auch schon etwas freier geworden ist. Danach wieder gründlich Nase putzen.
  • Tupfe zum Schluss deine Nase trocken. Wenn du möchtest, kannst du sie noch innen mit etwas Mandelöl einreiben.

Zum Abschluss noch ein ganz wichtiger Hinweis:

Achte während deiner Entgiftungskur auf ausreichende Auszeiten und Möglichkeiten zum Entspannen. Nimm dir ganz bewusst Zeit dafür. Blockiere Zeit dafür in deinem Terminplaner.

Einfache, aber effektive Entspannungstipps findest du auch in meinem Blogartikel.

Sodele, das waren nun jede Menge Infos und Tipps zu deiner Entgiftungskur. Ich wünsche dir viel Spaß beim Umsetzen und Ausprobieren.

Ich würde mich sehr freuen, wenn du mir einen Kommentar hinterlässt.

Liebe Grüsse, Silvia

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