Zehn Tipps wie du NEIN sagen kannst

JA sagen und NEIN meinen.

Kommt dir das auch bekannt vor? So langsam lerne ich das NEIN sagen. Trotzdem fällt es mir manchmal noch schwer. Beispielsweise wenn ich durch mein „Nein“ niemanden verletzen möchte. Ich ertappe mich dann dabei, dass ich versuche, der Situation aus dem Weg zu gehen. Oder ich umschreibe etwas äußerst umständlich, um ja nicht das Wörtchen „Nein“ sagen zu müssen. Dabei sind es doch nur schlichte VIER Buchstaben. Aber manchmal beiße ich mich auch durch und stehe zu meinem „Nein“. Und oft stelle ich dann fest, dass es viel leichter war, als ich dachte.

Der Hintergrund dafür, dass es dir so schwer fällt „Nein“ zu sagen, sind oft deine sogenannten Triggerpunkte.

Mehr dazu findest du in meinem Blogartikel „Emotionale Triggerpunkte„.

Deine 10 Tipps

Hier findest du zehn Tipps, wie auch du zu deinem „Nein“ stehen kannst:

1. Sanftes, aber klares „Nein“

Du kannst dein „Nein“ etwas abmildern. Z.B. wenn jemand dich fragt, ob du für ihn etwas erledigen könntest, du aber überhaupt keine Zeit oder Lust hast. Dann kannst du antworten: „Nein, ich würde dir ja gerne helfen, aber es geht momentan leider nicht“.

2. Keine Begründung nötig

Wenn du „Nein“ sagst, dann musst du das nicht begründen. Wenn du es gerne möchtest, klar. Aber ansonsten reicht ein „Nein“. Denn „Nein“ ist auch ein ganzer Satz.

3. Erziehe dein Umfeld

Gewöhne dein Umfeld daran, dass du auch „Nein“ sagen kannst.

Anfangs ist es manchmal etwas schwer, wenn das Umfeld nur dein „Ja“ kennt. Du wirst vielleicht zuerst auf Unverständnis stoßen, aber mit der Zeit gewöhnen sie sich daran.

4. Übe dein „Nein“

Du kannst dein „Nein“ bei belanglosen Sachen üben. Die wohl typischste aller Fragen beim Metzger: darf es auch ein bisschen mehr sein? Natürlich sagt man dann gerne „Ja“. Denn eigentlich ist es ja egal. Aber es ist eine gute Möglichkeit, auch mal das „Nein“ zu üben.

5. Erst tief durchatmen

Vielleicht ist dir auch schon mal passiert, dass du mit einer Frage einfach überrumpelt worden bist. Du hast „Ja“ gesagt und dich hinterher darüber geärgert. Hier mein Tipp: Atme zuerst tief ein und aus, bevor du antwortest. Oder trinke etwas, wenn es sich gerade anbietet. In diesen paar Sekunden kannst du schon mal darüber nachdenken, was DU möchtest. Und dich dann entscheiden.

Wenn du etwas länger Zeit hast beziehungsweise du dir eine kleine Auszeit nehmen möchtest, dann empfehle ich dir meine Atemmeditation.

Du findest sie hier: Atemmeditation

Du tust dir auch schwer mit dem NEIN sagen? Du fühlst dich öfters gestresst, überfordert oder ausgelaugt? Dann mache mit bei meinem Online-Wochenendkurs „Tschüss Stress!“ – nur für Frauen. Zwei Termine: samstags, 13. + 20. Juni 2020, jeweils von 9.30 – 17 Uhr. Bezuschussung durch Krankenkassen möglich.

6. Gönne dir Bedenkzeit

Die Variante ist, um Bedenkzeit zu bitten. Schlafe eine Nacht darüber. Dann weißt du meist, was du wirklich möchtest. Und kannst dann dein „Ja“ oder „Nein“ äußern.

7. Du entscheidest

Wenn alle „Ja“ sagen, dann heißt das nicht, dass du auch „Ja“ sagen musst.

Bewahre dir deine Einzigartigkeit. Gruppenzwang ist kein Thema für dich. Anderssein bedeutet manchmal auch interessanter zu sein.

8. Du darfst dein „Ja“ auch revidieren

Du hast bereits „Ja“ gesagt? Fühlst dich aber nicht wohl dabei? Dann höre auf dein Bauchgefühl. Gib dem Anderen schnellstmöglich Bescheid, dass du deine Meinung geändert hast. Dann hat dieser noch die Möglichkeit, jemand anderen zu fragen. Und denke daran, du bist niemandem Rechenschaft schuldig. Aber du kannst dein „Nein“ natürlich gerne nett verpacken.

9. Kompromisse in deinem Sinn

Du kannst einen Kompromiss eingehen. Und zwar so, dass du ein gutes Gefühl dabei hast. Stell dir vor, dein Partner fragt dich, ob du mit ihm auf die Computerausstellung gehst. Du möchtest stattdessen aber lieber in die Sauna gehen. Ein Kompromiss wäre z.B., wenn du mit ihm drei Stunden auf die Messe gehst. Und er danach drei Stunden mit dir in die Sauna.

10. „Ja“ zu dir selbst

Und zu guter Letzt: Ein „Nein“ zu Anderen ist immer ein „Ja“ zu dir selbst. Ein „Ja“ zu deinen eigenen Bedürfnissen, zu deiner eigenen Achtsamkeit, zu deinem eigenen Energiehaushalt.

Dies ist kein Egoismus, sondern Eigenliebe!

Ich wünsche dir eine wundervolle Zeit mit vielen „Jas“ zu dir selbst.

Wenn dir dieser Artikel gefallen hat, würde ich mich sehr über einen Kommentar von dir freuen.

Liebe Grüsse, Silvia

Ähnlicher Artikel:

31. Juli 2017

„Du musst dich nicht rechtfertigen.“

6 Kommentare » Schreibe einen Kommentar

  1. Pingback: Wie du deinen Urlaub auch entspannt zuhause verbringen kannst |

  2. Pingback: Wie du deinen Urlaub auch entspannt zuhause verbringen kannst - Silvia Berft

  3. Pingback: Akku leer? Keine Energie mehr? -

  4. Pingback: Du musst dich nicht rechtferigen - zeige innere Stärke

  5. Pingback: Deine Not-To-Do-Liste: 7 Tipps, wie du ein erfülltes Leben führen kannst

  6. Pingback: 3 Tipps, wie du dich leichter und besser abgrenzen kannst

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.